Die Fotografie erlebt entgegen ihres wiederholt proklamierten Ablebens seit nunmehr gut zehn Jahren einen erstaunlichen Boom – als Objekt öffentlicher Diskurse wie auch als Forschungsgegenstand. Ihrer ungebrochenen Bedeutung wird inzwischen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen Rechnung getragen, in der Kunstgeschichte ebenso wie in den Philologien, in der Ethnologie/Anthropologie sowie in der Soziologie, in der Geschichts- ebenso wie in der Kommunikationswissenschaft. Auch in der deutschen Medienwissenschaft werden vereinzelt Beiträge zur Fotografieforschung geleistet, denen es bislang jedoch an institutionalisiertem Austausch und infrastruktureller Vernetzung mangelte. Den bislang isolierten Forschungsaktivitäten bietet die AG Fotografie ein Forum. Interdisziplinär ausgerichtet und sowohl für GfM-Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder geöffnet, dient sie der Profilierung des Forschungsbereichs Fotografie in seiner ganzen Breite, dem Austausch und der Bündelung entsprechender Interessen sowie der Planung und Realisierung entsprechender Projekte (Tagungen, Workshops, Publikationen etc.). Die Aktivitäten der AG tragen der Tatsache Rechnung, dass der Gegenstand Fotografie in der Diversität seiner Praktiken, Kontexte und Materialisierungen ein genuin medienwissenschaftliches Arbeitsfeld darstellt.
Jörn Glasenapp (Universität zu Köln)
Kontakt: Jörn Glasenapp, jglasena@uni-koeln.de
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AG Fotografieforschung
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