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AG Populärkultur und Medien

Laufende Projekte und Vorhaben der AG

Falls Sie in unseren Verteiler aufgenommen werden möchten oder Interesse an einer Mitarbeit haben, freuen wir uns auf Ihre Mail an:
Christoph Jacke, christoph.jacke@uni-paderborn.de
Martin Zierold, martin.zierold@gcsc.uni-giessen.de

Derzeit besteht unser Verteiler bereits aus 115 WissenschaftlerInnen (Stand Februar 2010). Wir freuen uns über weitere InteressentInnen und sind besonders stolz, dass in der AG eine offene Diskussion über alle Statusgruppen (von Studierenden bis zu ProfessorInnen) und auch über viele vermeintliche Disziplinengrenzen hinweg geführt wird.


Aktuelle Projekte der AG

1 | AG-Panel auf der GfM Jahrestagung in Weimar
Auf dem Arbeitstreffen der AG am Ende des Jahresworkshops wurde beschlossen, über die AG einen Panelvorschlag für die Jahrestagung der GfM in Weimar einzureichen. Der Vorschlag wurde inzwischen vom Tagungsteam angenommen. Unter der Überschrift "Die permanente Neuerfindung des Ähnlichen. – Loop(ing)s in der Popkultur" werden wir durch Prof. Dr. Mathias Mertens (Vortrag), Dr. Jochen Bonz (Vortrag), PD Dr. Thomas Hecken (Vortrag), Prof. Dr. Michael Rappe (Vortrag) Prof. Dr. Ute Holl (Discussant), Prof. Dr. Martin Pfleiderer (Discussant) und Prof. Dr. Christoph Jacke (Moderation) vertreten sein.

2 | Bericht vom AG-Jahresworkshop „Theorien des Populären“ Januar 2010
Der 2. Jahresworkshop der AG hat vom 7.-9. Januar an der Universität Paderborn mit großer Resonanz stattgefunden. Unsere AG-Mitglieder Caroline Rothauge und Martin Lüthe (beide Universität Gießen) haben einen Tagungsbericht für HSozKult verfasst, den sie ab dem 18. Februar auch hier abrufen können:
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/

Weitere Berichte erscheinen in der Zeitschrift für Medienwissenschaft und in die Online-Fachzeitschrift „Samples“ des Arbeitskreises Studium Populärer Musik (ASPM). Zudem hat unser Mitglied Nadja Geer (Berlin) einen Bericht über die Tagung in der taz veröffentlichen können:
www.taz.de/1/debatte/theorie/artikel/1/populaerer-werden/

Das Organisationsteam um Christoph Jacke (Universität Paderborn), Nicolas Pethes (Universität Bochum), Jens Ruchatz (Universität Nürnberg-Erlangen) und Martin Zierold (Universität Gießen) bedankt sich bei allen ReferentInnen und TeilnehmerInnen für die spannenden Diskussionen!

Christoph Jacke konnte erfreulicherweise Gelder für eine Publikation zum Workshop „Theorien des Populären“ einwerben. Die Publikation soll unter Herausgeberschaft von Christoph Jacke, Jens Ruchatz und Martin Zierold Ende 2010/Anfang 2011 in der Reihe „Populäre Kultur und Medien“ im Lit-Verlag erscheinen.

3 | Nächster Jahresworkshop der AG: „Wege der Popkulturforschung“ 2011 in Siegen

Auf dem Arbeitstreffen wurde ebenfalls beschlossen, dass künftig an dem nun etablierten Arbeitsrhythmus mit Jahresworkshops der AG zu Beginn eines jeden Jahres und einem Panel und AG-Sitzung auf den Jahrestagungen der GfM festgehalten werden soll. ‚Spin-Off’-Projekte von Teilgruppen der AG können natürlich selbstorganisiert jederzeit stattfinden. Als Thema für den nächsten Jahresworkshop 2011 wurde „Wege der Popkulturforschung“ festgelegt. Der Workshop soll an die Diskussion in Paderborn anknüpfen und nun die Frage nach Methoden der Popkulturforschung in den Vordergrund stellen. Insbesondere exemplarische Forschungsprojekte, die von popkulturellen Phänomenen ausgehen, sollen hier diskutiert werden. Die Planung und Organisation übernimmt federführend Marcus S. Kleiner (Universität Siegen), unterstützt durch weitere AG-Mitglieder.

4 | Weitere Projekte aus der AG

  • Am Rande des Jahresworkshops hat sich um Marcus S. Kleiner und Thomas Wilke (Universität Halle) eine Gruppe formiert, die bereits im Herbst an der Universität Halle eine Tagung zum Thema „Performativität und Medialität populärer Kulturen“ organisieren möchte. Ein Call for Paper wird rechtzeitig über den AG-Verteiler verbreitet.
  • Martin Zierold wird im April einen Antrag für ein DFG-Netzwerk zum Thema „Digitale Medien und populäre Erinnerungskulturen“ ausarbeiten, der zum Sommer eingereicht werden soll. Eine Interessentengruppe hatte sich bereits auf dem 1. Arbeitstreffen in Gießen 2009 formiert.
  • Über das AG-Mitglied Martin Butler (Universität Duisburg-Essen) ist eine Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen, dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und der AG angelaufen. Geplant ist ein Workshop für 2010 zum Thema „Nachhaltigkeit und Populärkultur“ in Essen. Nähere Informationen hierzu folgen voraussichtlich im Frühjahr.


Projekte der AG 2008/2009
Archiv der AG

Hintergrund der AG
Wenige medienkulturwissenschaftliche Konzepte sind seit jeher so eng verknüpft wie die Begriffe „Pop(ulär)kultur“ und „Medien“. Schon frühe Formen von Populärkultur waren an massenmediale Distributionsformen gebunden, allein um überhaupt Popularität in Anspruch nehmen zu können, ohne die sie wenig wirkmächtig wären. Die Auseinandersetzung mit populären Medienangeboten diente zugleich – nicht nur im Zuge der britischen Cultural Studies aber dort sicherlich zuerst in einer systematischen Form – der konsequenten Erweiterung des (medien)wissenschaftlichen Blickfelds und der Überwindung einer elitären Hierarchisierung kultureller Phänomene. Heute finden sich immer mehr gute Gründe dafür, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit populärkulturellen Phänomenen als zentral für alle medienkulturwissenschaftliche Forschung anzusehen, weil Populärkultur sich als zuverlässiger Seismograph für Veränderungsprozesse erwiesen hat, die mit zeitlicher Verzögerung auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen Relevanz erhalten (vgl. hierzu u.a. Jacke 2004). Diese besondere Bedeutung populärkultureller Phänomene wird vielerorts anerkannt, jedoch resultiert daraus nur selten ein systematisches Forschungsprogramm zur (Weiter)Entwicklung einer Theorie und Empirie von Populärkultur und ihrer medialen Formen. Erst jüngst haben sich neben deutschen Fortsätzen der Cultural Studies (z.B. R. Lindner, R. Horak, R. Winter, A. Hepp) und Pop(theorie)journalismen (z.B. D. Diederichsen, M. Terkessidis, M. Bunz) z.B. systemtheoretische und konstruktivistische Perspektiven auf Pop ausgebildet. Diese und weitere erscheinen oftmals (begründet) medienkulturwissenschaftlich unterfüttert (z.B. H.-O. Hügel, M. Kleiner, U. Stäheli, N. Werber), wurden bisher aber nicht systematisiert und gegenübergestellt.

Bereits heute widmen sich vier GfM-Arbeitsgruppen Medientechnologien, die klassischerweise (auch) als populärkulturell angesehen werden: Film, Fernsehen, Akustische Medien und Digitale Spiele. Diese wichtigen Ansätze sollen durch eine eigenständige AG Populärkultur nicht ersetzt, sondern vielmehr produktiv ergänzt werden. Während die genannten AGs einzelne Medientechnologien in ihren Mittelpunkt stellen und von dort ausgehend zu populärkulturellen Phänomenbereichen kommen können, soll in einer zu gründenden AG Populärkultur die Blickrichtung sozusagen umgedreht werden: Hier beginnt das Forschungsinteresse bei einem noch nicht medial fokussierten, theoretischen wie empirischen Interesse an Populärkultur und deren Zusammenhang mit und Auswirkungen auf Medien. Diese Perspektiven ergänzen sich in mehrfacher Hinsicht: Wenn man davon ausgeht, dass auch im Bereich crossmedialer Konvergenzen die Populärkultur eine Vorreiterrolle spielt und zunehmend spielen wird, ist ein solcher übergreifender Blick von entscheidender Bedeutung. Auch lassen sich erst aus einer medienübergreifenden Perspektive bestimmte theoretische wie empirische Fragen bearbeiten – angefangen bei der grundsätzlichen theoretischen Modellierung der Konzepte Populärkultur und Medien. Dabei sollen sowohl bereits vorliegende inter- und transdisziplinäre Ansätze auf Popkultur und Medien angewendet als auch genuin neue Grundlagen entwickelt werden, um der partiellen Kasuistik vorzubeugen („Ich habe auch schon mal was zu Bob Dylan gemacht“). Zugleich macht die medienübergreifenden Perspektive detaillierte und spezialisierte Fragestellungen in den Nachbar-AGs keineswegs obsolet, vielmehr profitiert sie immens von den dort gewonnenen Erkenntnissen. Sie könnte im Idealfall gar als Schnittstelle und Reflexionsinstanz zwischen den Forschungsrichtungen dienen.

Prof. Dr. Christoph Jacke, Dr. Martin Zierold (Sprecher der AG)

Kontakt:
Christoph Jacke, christoph.jacke@uni-paderborn.de
Martin Zierold, martin.zierold@gcsc.uni-giessen.de




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