Auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Medienwissenschaft am 4. Oktober 2008 in Bochum wurde mit großer Einigkeit ein Text verabschiedet, der das Selbstverständnis medienwissenschaftlicher Institute und Studiengänge und somit auch der Disziplin Medienwissenschaft verdeutlicht. Der Text – den sie hier als PDF herunterladen können – schreibt nicht normativ vor, was Medienwissenschaft sein muss, sondern erfasst die Dynamik und Vielgestaltigkeit der gegenwärtigen Medienwissenschaft. Zugleich verdeutlicht er, dass sich aus dem spezifischen und untrennbaren Zusammenhang unterschiedlicher Gegenstände und unterschiedlicher Perspektiven ein klar konturiertes Profil ergibt.
Der Text wird hoffentlich auch für die interne Verständigung von Medienwissenschaftlerinnen und Medienwissenschaftlern hilfreich sein; angesichts der dynamischen Entwicklung des Fachs wird sich der Text dabei sicher weiter entwickeln. Vor allem aber soll er dazu beitragen, in wissenschaftspolitischen Zusammenhängen (etwa in Auseinandersetzungen mit dem Wissenschaftsrat, mit Rankings, mit Universitätsleitungen und Regierungen) das distinkte Profil der Medienwissenschaft zu kommunizieren. Darüber hinaus soll er auch als Grundlage dienen um die Differenzen der Medienwissenschaft gegenüber eine dominant sozialwissenschaftlichen Kommunikationswissenschaft herauszuarbeiten.
Erarbeitet wurde der Text von der Strategiekommission der GfM. Zahlreiche Mitglieder der Gesellschaft haben hier Anregungen eingebracht, die äußerst hilfreich waren. Ein besonderer Dank geht an die Kollegen Christoph Tholen, Rainer Leschke und Peter Spangenberg, die über mehr als ein Jahr hinweg die Diskussion organisiert und die Anregungen in einen überzeugenden Text überführt haben.
Die Gesellschaft für Medienwissenschaft freut sich über jede Form von Rückmeldungen zu dem Papiers: über Anregungen, Unterstützung und Kritik.
Text
Kernbereiche der Medienwissenschaft
Ein Strategiepapier der Gesellschaft für Medienwissenschaft
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